Jahreskonzert 2014

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So vielfältig ist Blasmusik

Von Dr. Rüdiger Fluck

 

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Das Herbstkonzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Oberbrechen bot einen würdigen Rahmen für die Ehrung verdienter Mitglieder des Orchesters. Bürgermeister Werner Schlenz zeichnete einige Mitglieder aus, die schon seit vielen Jahren in den Reihen der Aktiven zu finden sind: Andreas Lindemaier (25 Jahre), Jürgen Kremer (40 Jahre), Manuel Otto (25 Jahre) und für zehn Jahre aktives Musizieren Astrid Hanzik, Stefanie Renzel und Anna Trost (von links). Fotos: R. Fluck

Brechen-Oberbrechen.  Einen Einblick in Musikwelten, die moderne Musik und traditionelle Blasmusik verbinden, gab der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Oberbrechen beim Herbstkonzert in der Emstalhalle unter Leitung von Lena Werner. 

Die junge Dirigentin hatte ein abwechslungsreiches Programm erarbeitet; zum Beginn des Konzertes stand der Auftritt des Jugendorchesters, das schon bei „Accidentally in love“ seine musikalische Vielseitigkeit erkennen ließ und auch bei „Disney’s Magical Marches“ unter Beweis stellen konnte, dass die Nachwuchsarbeit der Verantwortlichen des Musikzuges um Lena Werner Früchte trägt.

Mit einem monumentalen Werk „Hymne und Triumphmarsch aus Aida“, arrangiert von Max Villinger, das durch starke Kontraste und Tempowechsel das Orchester herausforderte, meldete sich dann der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Oberbrechen zu Wort. Was es mit den einzelnen Kompositionen auf sich hatte, erfuhren die Zuhörer von Nastasia Gerlach, die charmant durch das Programm führte. So gab das Stück „Oregon“ von Jacob de Haan musikalische Einblicke, die man bei einer Bahnfahrt durch diesen amerikanischen Bundesstaat erleben kann, erzählte von der weiten unberührten Natur aber auch von der bewegten Geschichte dieses Landes.

Mit der „Rhapsody for Euphonium“ von James Curnow stellte sich der junge Solist Mathis Kaier vor, dem mit seinem Tenorhorn mit großer Leichtigkeit ein träumerisch getragenes aber auch manchmal lebendiges Zusammenspiel mit dem Orchester gelang. Viel Schwung und rhythmisches Gefühl zeigten die Bläser bei zwei Märschen des bekannten amerikanischen Komponisten John Phillip Sousa – der Marsch der US Marine „Semper Fidelis“ und der amerikanische Nationalmarsch „Stars and Stripes forever“ gehören heute längst zum Standardrepertoire vieler Blasorchester und bieten die Möglichkeit, die verschiedenen Klangfarben auszukosten.

Bei den Filmmusiken war „John Williams in Concert“, ein schwungvolles Arrangement von Paul Levander, das viel Farbe und Lebendigkeit ausstrahlte einer der Höhepunkte des Konzerts und „The Last Samurai“ von Hans Zimmer, war geprägt von weiten Klangbögen, geheimnisvoll und empfindungsreich gestaltet. Bekannte Melodien setzten den Schlusspunkt des Herbstkonzertes – traditionelle volkstümliche Blasmusik, die in ihrer Eingänglichkeit das Publikum mit einbezog; die Polka von Michael Kuhn „Ein Denkmal für die Blasmusik“ und „Bis Bald auf Wiederseh’n“ von Ernst Mosch.

 

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