Herbstkonzert 2016

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Die Musiker zogen alle Register

Von GERTRUD BRENDGEN

Zum traditionellen Herbstkonzert lud der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Oberbrechen in die Emstalhalle ein. Zahlreiche Gäste genossen das vielseitige Repertoire des Nachwuchsorchesters und des Musikzuges.

MZ 05112016

Brechen-Oberbrechen. 

Scheinwerfer lassen die herbstlich dekorierte Bühne erstrahlen, der Rest des Saales ist in warmes Kerzenlicht getaucht, dazu die packende Blasmusik des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Oberbrechen: So verwandelt man eine Sporthalle in einen Konzertsaal.

Den Auftakt übernahm das Nachwuchsorchester, das in diesem Jahr zum ersten Mal unter der Leitung von Laura Freimuth spielte. Wunderschön festlich erklang die „Westridge Overture“ von James Barnes. Ganz souverän übernahmen Lara Falk und Linda Kaiser dann die Moderation durch das Programm des Nachwuchsorchesters. Mit „Just give me a reason“, eine Rock-Pop Ballade von Pink, und „Music from Cars“ – die Musik aus dem Film „Cars“, erfreuten die jungen Musiker danach das Publikum. Klar hätte der Musikzug nichts dagegen, wenn noch mehr Kinder den Weg zum Orchester fänden, aber die, die dabei sind bringen soviel Talent und Spielfreude mit, dass es einfach ein Genuss ist, hier zuzusehen und zuzuhören. Ein paar „Alte Hasen“ aus dem großen Orchester machen den Klangkörper perfekt.

Danach trat Lena Lindemaier ans Dirigentenpult und leitete mit der „Appalachian Overture“ von James Barnes in den Programmteil des Musikzuges über. Ein wirklich wunderbares Stück, bestens geeignet, das breite, musikalische Spektrum des Orchesters aufblühen zu lassen. „Ein Reise durch den Südosten Amerikas, in dem einige Folklore-Melodien zu erkennen sind“, erklärte Nastasja Gerlach, die charmant durch den Abend führte.

Andreas Lindemaier übernahm es, die Gäste willkommen zu heißen. „Keine lange Reden, sondern Musik wird diesen Abend bestimmen“, sagte Lindemaier. Und zwar eine äußerst facettenreiche, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte. Zum Beispiel den wunderschönen „Second Walz“ von Dimitri Schostakovitch, den viele im Publikum leise mitsummen konnten. Berühmt wurde er so richtig durch den Geiger André Rieu. Dass man dieses Werk auch ohne Geigen mit Schwung und sehr beseelt zelebrieren kann, bewies das Blasorchester an diesem Abend. Wie der Musikzug zu einem Klangkörper wird, den man so nicht oft hört zeigten die Musiker mit „Imagasy“, einer modernen Komposition von Thiemo Kraas.

„Crime Time“

Im wahrsten Sinne spannend wurde es nach der Pause: „Crime Time“ war angesagt, ein Arrangement von Stefan Schwalgin, das sich aus den Titelmelodien von „Tatort“, „Derrick“ und „Ein Fall für zwei“ zusammenfügte. Sehr großen Wiedererkennungswert hatte auch das Robbie-Williams-Arrangement (Frank Bernarts): „Swing when you’re winning“ – bei so schönen Melodien wie „Something stupid“ gab es kaum noch eine Fußspitze, die nicht beschwingt im Takt mitwippte. Einen Ausflug in die Musical-Welt machte das Orchester mit den „Highlights“ from Wicked. Und natürlich kamen auch die Freunde der traditionellen Blasmusik auf ihre Kosten: „Freude an der Blasmusik“ und der „Florentiner Marsch“ animierten das begeisterte Publikum zum Mitklatschen.

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